Am 17. Mai 2025 fand bei uns ein weiteres inspirierendes Laib & Seele Frauenfrühstück statt. Es bot den zahlreichen Teilnehmerinnen eine wertvolle Mischung aus Gemeinschaft, Genuss und geistlichem Input.
Der Vormittag begann mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. In entspannter Atmosphäre konnten wir uns austauschen, lachen und stärken – sowohl körperlich als auch geistlich.
Nach dem Frühstück folgte der bewegende Vortrag von Esther Buller. Unter dem Titel „Leben als Frau mit Ewigkeitsperspektive“ regte sie dazu an, das eigene Leben im Licht der Ewigkeit zu betrachten. Zentrale Fragen ihres Vortrags lauteten:
- Wofür investieren wir unsere Kraft?
- Was sind unsere Wünsche, Ziele und Bedürfnisse – und wie setzen wir Prioritäten?
- Wo werde ich meine Ewigkeit verbringen?
Esther verwies auf Salomo, der sich mit der Frage beschäftigte: Wo verbringe ich die Ewigkeit? Anhand eines Lineals veranschaulichte sie das Verhältnis zwischen dem kurzen, irdischen Leben und der unendlichen Ewigkeit. Diese bildhafte Darstellung machte deutlich: Unser Leben ist nur ein winziger Abschnitt im Vergleich zur Ewigkeit – und doch investieren wir oft den Großteil unserer Energie in das Hier und Jetzt. Ein Perspektivwechsel, der zum Nachdenken anregte.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der alttestamentlichen Richterin Debora – einer Frau, die in enger Verbindung mit Gott lebte, gerecht und weise urteilte und mutig voranging, auch als andere zögerten. Debora hatte einen guten Ruf, kannte Gottes Wort und lebte ein Leben im Dienst für ihn. Sie stellte sich Gott zur Verfügung und wurde so zum Segen für andere.
Esther stellte heraus, dass jede Frau – unabhängig von Alter oder Lebenssituation – die Möglichkeit hat, eine geistliche Mutter zu werden (vgl. Titus 2). Voraussetzung dafür ist ein lebendiges, persönliches Glaubensleben. Denn nur wer geistlich „gefüllt“ ist, kann anderen geben.
Praktische Anstöße für den Alltag waren:
- das Naheliegende tun, Treue in den Alltagspflichten
- Zeugnis geben durch Worte und Verhalten
- den Alltag mit Kindern weise gestalten, indem wir sie stark machen; das bedeutet, dass wir Ihnen nicht alle Probleme abnehmen, sondern sie lehren, Herausforderungen im Glauben zu begegnen
- sich fragen: Was sehen andere in mir? Wie ist mein Ruf?
Es geht nicht um große Taten, sondern um den Gehorsam im Kleinen. Auch das aktive Bibelstudium wurde betont – denn geistliches Wachstum entsteht durch die Beschäftigung mit Gottes Wort. Debora war eine Frau, die die Gesetze kannte und deshalb konnte sie auch danach handeln.
Gott hat ein klares Ziel für unser Leben, wie in Epheser 4,20-24 beschrieben ist:
„Legt also eure frühere Lebensweise ab! (…) Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist. Zieht den neuen Menschen an, den Gott nach seinem Bild geschaffen hat und der gerecht und heilig lebt aus der Wahrheit Gottes, an der nichts trügerisch ist.“
Diese Veränderung ist kein Selbsthilfeprojekt, sondern eine passive Aktivität, die wir Gott überlassen müssen – aber wir müssen sie wollen. Geistliche Erneuerung geschieht, wenn wir bereit sind, uns Gott ganz zur Verfügung zu stellen.
Esther ermutigte uns, Herausforderungen nicht aus dem Weg zu gehen, sondern daran zu wachsen. Prüfungen sind oft von Gott zugelassen, um die Tragfähigkeit unseres Glaubens zu testen.
Sie gab uns auch einen persönlichen Einblick in ihr Leben. Ihr neues Buch wäre ohne ihre Krebserkrankung nicht entstanden. Auch darin zeigt sich: Gott kann selbst schwere Wege nutzen, um Frucht zu bringen.
Das Frauenfrühstück war nicht nur eine Gelegenheit zur Begegnung, sondern auch eine Einladung, das eigene Leben aus Gottes Perspektive zu betrachten.
Die Botschaft war klar: Es geht nicht um uns – sondern darum, dass Gott geehrt wird. Ein sinnvolles Leben ist ein Leben in Hingabe, mit und für Gott – nicht nur teilweise, sondern ganz. Esthers Worte waren herausfordernd, ermutigend und voller Hoffnung. Jede Frau wurde dazu eingeladen, ihren Glauben im Alltag authentisch zu leben, sich geistlich auszustrecken und ihren Platz in Gottes großem Plan einzunehmen.








