
Unsere Kinder sind inzwischen im Schulkindalter angekommen – und ich darf sagen: Diese Lebensphase ist wunderschön. Es ist eine Zeit, in der die Kinder spürbar selbstständiger werden. Wir können ihnen zunehmend Verantwortung übertragen und sie lernen, Aufgaben eigenständig zu bewältigen. Auch wenn der intensive körperliche Pflegeaufwand der frühen Jahre abnimmt, merke ich immer wieder, dass die Zeit, die ich mir für sie nehme, umso wichtiger wird.
Mit dem Eintritt in die Schule eröffnet sich für unsere Kinder eine neue Welt. Sie machen eigene Erfahrungen. Dabei lernen sie nicht nur Neues, sondern auch sich selbst kennen. Sie erkennen zunehmend ihre Stärken und Schwächen und spüren den wachsenden Erwartungsdruck von außen.
Der Vers aus Sprüche 22,6 begleitet mich dabei besonders: „Bring einem Kind am Anfang seines Lebens gute Gewohnheiten bei, es wird sie auch im Alter nicht vergessen.“
Wie kann ich meinen Kindern helfen, in dieser wichtigen Entwicklungsphase ein festes Fundament zu bekommen? Ich wünsche mir, dass der Glaube für sie nicht nur Theorie bleibt, sondern dass sie im Alltag lernen, Gott in ihre Entscheidungen einzubeziehen, dass ihre Augen dafür geöffnet werden, dass allein Jesus Christus unser Gott unsere tiefste innere Sehnsucht im Herzen stillen kann. Ich bete dafür, dass sie nicht nur körperlich selbstständiger werden, sondern auch in ihrer Beziehung zu Gott wachsen.
Gleichzeitig frage ich mich: Wer wäre eigentlich ich ohne unsere Kinder? Durch sie zeigt mir Gott auf eindrückliche Weise, wer ich wirklich bin. Gerade weil ich im Gebet für ihre Seelen kämpfen und flehen muss, hat Gott Raum, an mir zu arbeiten und mich zu formen.
Es ist aber auch so wunderbar beruhigend und ermutigend zu wissen, dass unser Gott über allem steht und wir jede Angelegenheit mit ihm besprechen können und alles in seine Hände legen dürfen.