Liebe Freunde und Zuhörer der Radiosendung »Botschaft des Heils«,

seit über fünfzehn Jahren betreut unser Radioteam die Zuhörer unserer 15-minütigen Sendung im europäischen und deutschsprachigen Raum. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Programm von unseren Gemeinden in Kanada erstellt, und dann von einer Radiostation in Deutschland ausgestrahlt wird.

Durch die vielen Zuschriften knüpften sich über die Jahre gute Kontakte mit der Hörerschaft. Dabei wurden wir unweigerlich auch auf die Thematik der “QSL – Karten” aufmerksam gemacht. Diese werden vom Herausgeber der Sendung, oder von der Radiostation für eingesandte Radio-Empfangsbestätigungen verschickt. Ende 2007 haben wir uns dazu entschlossen, für jedes Jahr eine neue Serie dieser QSL – Karten herauszugeben.

Das Motto unserer diesjährigen QSL-Karten – Serie lautet „Denk daran…“. Als Menschen des 21. Jahrhunderts sind wir einer noch nie dagewesenen Informationsflut ausgesetzt. Studien besagen, dass jeder Deutsche pro Tag mit durchschnittlich 6000 Informationen konfrontiert wird. Unser Gehirn muss binnen kürzester Zeit auswerten, miteinander verknüpfen und entscheiden, was wichtig und weniger wichtig ist. Unter dieser Flut an Informationen leidet unsere Konzentrationsfähigkeit und die mit der Verarbeitung der Informationen verbundene Anstrengung zieht Folgen nach sich. Eine davon ist die Zunahme der Vergesslichkeit.

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie viele Apps und Hilfsprogramme es gibt, die uns dabei helfen sollen, unseren Alltag zu organisieren und nicht zu vergessen, was wichtig ist und erledigt werden muss? Vielleicht kennst du das aus deinem Alltag und nutzt sie selbst – und es ist gut, dass wir uns an Dinge erinnern lassen können. Und genau diesen Gedanken möchten wir in diesem Jahr aufgreifen. Wir wollen Denkanstöße aus der Bibel liefern, die dem Vergessen entgegen wirken sollen.

Abschließend noch eine Anmerkung für die Einsender von Empfangsberichten: Solltest Du es einmal nicht schaffen, uns im entsprechenden Quartal einen Empfangsbericht zu schicken, so kannst Du die QSL – Karten früherer Quartale und Jahre anfordern. Solange diese verfügbar sind, schicken wir Dir die entsprechende Karte zu.

Wir freuen uns auf Ihre Empfangsberichte!

Euer Radioteam

Q1 / 2021 – Denk daran, du bist von Gott geliebt.

Das schönste Gefühl, dass wir Menschen kennen, ist das Gefühl der Liebe. Jemanden zu lieben, ist etwas Wunderbares. Geliebt zu werden vermutlich das größte Geschenk, dass man von einem Menschen empfangen kann. Ein Mensch, der in seinem Leben keine Liebe erfährt wird krank, verbittert und ist in der Folge oft nicht in der Lage, selbst Liebe zu schenken. Leider ist es heute keine Seltenheit, dass Menschen dieses Gefühl, eben nicht geliebt zu werden, kennen. Sie vermissen Wertschätzung in ihrem Leben, vermissen Menschen, die Interesse an ihnen zeigen, Menschen, denen sie nicht egal sind. Infolgedessen versinken sie in Einsamkeit und Depressionen.

Ist die Botschaft der Bibel da nicht ein wahrer Lichtblick? Sie zeigt uns, dass Gott Interesse an uns hat. Ja, kein einziger Mensch ist Gott egal! Jeder – ausnahmslos jeder – ist von Gott geliebt. Die Bibel bringt es so zum Ausdruck: »Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben.« Merkst du, um wen es in diesem Bibelvers geht? Um uns Menschen! Diese Liebe Gottes ist das größte Geschenk, dass er uns machen konnte, und es liegt an uns, es anzunehmen. Wie das geht? Bitte denk daran, dass DU von Gott geliebt bist und dann lass dich auf eine Beziehung mit Jesus ein. Du bist ihm nicht egal!

Q2 / 2021 – Denk daran, du bist eingeladen.

Hast du schon einmal eine Einladung verpasst? Das kann manchmal wirklich ärgerlich sein, ein anderes Mal eher unangenehm. Aber dann gibt es auch die Einladungen, auf die wir so gar keine Lust haben und sie einfach ignorieren und verstreichen lassen.

Ich glaube so ähnlich ging es auch den Menschen zu Noahs Zeiten. Die Bibel berichtet von Noah, dass er den Auftrag hatte, eine Arche zu bauen. Da Gott dem sündigen Treiben der Menschen auf der Erde nicht mehr zusehen kann, hat ER ein  Urteil gesprochen und kündete die Sintflut an. Ich frage mich, was ging in diesen  Menschen vor, die Noah beim Bauen der Arche beobachtet haben, ihn vielleicht als verrückt abstempelten und dann, mit dem Ansteigen des Wasserpegels zur Arche hinrennen, und vor einer verschlossenen Tür stehen? Es heißt ja, dass Gott zugeschlossen hat. Hätten sie nicht die Chance gehabt, gerettet zu werden, wenn sie ihr Leben geändert hätten?

Nun, das Grübeln darüber hilft uns nicht weiter. Aber vielleicht ist die Erinnerung daran, dass Jesus auch jedem von uns eine Einladung ausgesprochen hat, ein Gedankenanstoß, der uns über unser Leben nachdenken lässt. Jesus lässt uns wissen: »Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.« Was Jesus hier meint ist, dass ER uns dazu einlädt, eine echte, lebendige Beziehung mit ihm einzugehen. Ähnlich wie zu Noahs Zeiten lässt die Bibel auch uns wissen, dass diese Einladung nicht ‚ewig’ bestehen bleibt. Es gibt ein ‚zu spät’. Deshalb, denk an die Einladung!

Q3 / 2020 – Denk daran, Gott ist dir nah!

Technische Entwicklungen sind für uns Menschen oft ein Segen. Denken wir nur einmal an die Möglichkeit der Videotelefonie. Da können zwei Menschen tausende Kilometer voneinander getrennt sein und es braucht nicht mehr als einen Klick, um eine Verbindung mit Bild und Ton zwischen den Beiden herzustellen: so weit weg, und doch so nah.
Für viele Menschen ist Gott so weit weg, dass er für sie schlichtweg nicht existiert. Als Juri Gagarin 1961 von einem Journalisten gefragt wurde, ob er Gott im Weltraum gesehen hätte, verneinte dieser: „Gott habe ich dort oben nicht gefunden“. Für viele Menschen war das die Bestätigung ihrer Vermutung.

Aus Sicht der Bibel handelt es sich hierbei jedoch viel mehr um einen Beweis fehlender Bibelkenntnis. Denn Gott ist uns sehr viel näher, als im fernen Universum. All die Dinge, die in unserem Leben passieren, die uns zum Nachdenken anregen oder uns zum Staunen bringen, will Gott dazu gebrauchen, um mit uns in Kontakt zu treten. Manchmal empfinden wir diese Situationen als ungerecht oder sie bedeuten für uns einen Verlust… und dann fragen wir: Gott, wo warst du? Wir tun das nicht um ihn zu finden, sondern um ihn anzuklagen. Dabei vergessen wir, dass nicht Gott sich von uns entfernt hat, sondern wir uns von ihm. Wir schließen ihn aus unserem Leben aus und wundern uns dann, wenn er im entscheidenden Moment nicht da war. Das muss nicht so bleiben. Vielleicht ist der nächste ‚Moment’ dein Moment, wo Gott dir sagen will: Ich bin für dich nicht unerreichbar, sondern nur ein Gebet weit entfernt.