Liebe Freunde und Zuhörer der Radiosendung »Botschaft des Heils«,

seit über fünfzehn Jahren betreut unser Radioteam die Zuhörer unserer 15-minütigen Sendung im europäischen und deutschsprachigen Raum. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Programm von unseren Gemeinden in Kanada erstellt, und dann von einer Radiostation in Deutschland ausgestrahlt wird.

Durch die vielen Zuschriften knüpften sich über die Jahre gute Kontakte mit der Hörerschaft. Dabei wurden wir unweigerlich auch auf die Thematik der “QSL – Karten” aufmerksam gemacht. Diese werden vom Herausgeber der Sendung, oder von der Radiostation für eingesandte Radio-Empfangsbestätigungen verschickt. Ende 2007 haben wir uns dazu entschlossen, für jedes Jahr eine neue Serie dieser QSL – Karten herauszugeben.

In unserer diesjährigen QSL-Karten – Serie befassen wir uns mit den Fragen, die Jesus während seiner Zeit auf der Erde Menschen, die ihm zuhörten oder ihm begegneten, gestellt hat. Wenn wir heute in der Bibel lesen und versuchen uns in die jeweilige Situation hineinzuversetzen, stellen wir fest, dass Jesus eigentlich auch uns eben diese Fragen stellt. Das ist übrigens eine interessante Möglichkeit, wie wir die Bibel interaktiv lesen können, in dem wir die Fragen direkt auf uns beziehen und versuchen eine Antwort darauf zu geben. Und genau darum soll es gehen. Die einzelnen QSL-Karten sollen uns mit der jeweiligen Frage dazu anregen, innezuhalten, und unsere ganz persönliche Antwort zu geben.

Abschließend noch eine Anmerkung für die Einsender von Empfangsberichten: Solltest Du es einmal nicht schaffen, uns im entsprechenden Quartal einen Empfangsbericht zu schicken, so kannst Du die QSL – Karten früherer Quartale und Jahre anfordern. Solange diese verfügbar sind, schicken wir Dir die entsprechende Karte zu.

Wir freuen uns auf Ihre Empfangsberichte!

Euer Radioteam

Q1 / 2022 – Was willst du ?

Unsere aktuelle Frage ist einer Begebenheit entnommen, die Jesus in den Monaten vor seiner Kreuzigung erlebte. Da kommt die Mutter des Jakobus und Johannes zu ihm, fällt vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. Jesus sieht die Mutter seiner beiden Jünger an und fragt sie: „Was willst du?“ Nun, ihre Bitte wirkt im ersten Moment recht selbstlos, denn sie bittet nicht einmal für sich selbst, sondern für ihre beiden Söhne: sie will, dass diese in Jesu Reich neben ihm sitzen dürften – quasi die Ehrenplätze neben Jesus einnehmen können. Jesu Antwort darauf ist eindeutig: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet!“

Mit anderen Worten macht Jesus ihr klar, dass weder ihr Motiv noch ihr Ziel ehrenwert sind. Sie hatte falsche Vorstellungen davon, was erstrebenswert ist und wofür es sich zu leben lohnt. Und leider geht es heute vielen Menschen ebenso. Es ist wichtig und hilfreich, sich in die Lage dieser Frau hineinzuversetzen und die Frage Jesu auf sich selbst zu beziehen. Was will ich eigentlich erreichen? Was ist mein Lebensziel? Wofür lebe ich? Wie sieht unsere Antwort aus? Ein Ziel legt die Bibel uns nahe (2. Korinther 5.20): Lasst euch mit Gott versöhnen!

Q2 / 2022 – Und ihr, für wen haltet ihr mich?

Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs und fragt sie danach, für wen ihn die Leute eigentlich halten würden. Die Jünger geben ihm wahrheitsgetreu Antwort und es wird deutlich, dass es bezüglich seiner Person viel Unklarheit gibt. Unklarheit, die letztlich auf Unglauben zurückzuführen ist.

Sieht das heute wirklich anders aus? Die Christen sagen, er ist der Sohn Gottes. Für die meisten Juden hat Jesus überhaupt keine Bedeutung. Die Muslime sehen in ihm einen Propheten. Und vermutlich die meisten Menschen der westlichen Welt halten ihn für eine bedeutungsvolle, historische Person. Hilft uns das weiter?
Was machte Jesus damals mit den Antworten der Jünger? Er ließ sie so stehen, wandte sich ganz persönlich an sie und stellte ihnen die Frage: „Und IHR, für wen haltet IHR mich?“ Und das ist der springende Punkt. Was andere über Jesus sagen, ist eigentlich nicht wichtig. Entscheidend ist für mich, für wen ICH Jesus halte. Aufgrund des biblischen Zeugnisses können wir die Antwort letztlich auf zwei Möglichkeiten reduzieren: Entweder ist er unser Retter oder er wird unser Richter sein. Für wen halten wir Jesus?